Zu Tattoos und Tattoowierungen kann man wirklich unendlich viel schreiben und erzählen, es ist ein Thema was nie langweilig oder uninteressant wird, da jeder andere Ansichten darüber hat. Viele denken sicherlich, warum tut man so was seinem Körper an? Früher bei den Urmenschen und auch heute bei den afrikanischen Stämmen, sind Tattoos ein Zeichen von Stammeszugehörigkeit. Herausragende Persönlichkeiten wie Häuptlinge, Medizinmänner und Arbeiter ließen sich durch Körperschmuck und Kleidung unterscheiden. Tattoos stehen und standen für Mut, Religion und sollten Heilung herbei führen oder sogar böse Geister fernhalten. In der heutigen Zeit gelten tattoowierte Menschen oft als Außenseiter, sie wollen sich von der breiten Masse abheben und als Exklusiv gelten. Wer seine Tattoos offen zeigt, muss mit Ablehnung rechnen, man reizt die Umwelt und natürlich hebt man sich von der breiten Masse ab. Wer sich über seine Tattoowierungen ausdrücken möchte, sollte sich über dessen Wirkung im klaren sein und sich darüber Gedanken machen, warum man dies tut. Heutzutage tragen viele Menschen Körperschmuck um sich zu verschönern, sie werten sich dadurch auf und steigern ihr Selbstwertgefühl. Aber für die meisten Menschen ist ihr Körperschmuck in Form eines Tattoos eine Lebenseinstellung, sie vervollständigen ihr eigenes ICH. Gerade diese Menschen haben ihren Körperschmuck verinnerlicht und Leben mit und für diesen! In unserer Gesellschaft, vor allem in der Jugend gehört mittlerweile das tragen von Tattoos und anderen Bodymods zum guten Ton Was früher als verpöhnt, schlecht und als gefährlich galt, hat heute schon bald Kultstatus.
Jeder von uns kennt tattoowierte Menschen und jeder hat schon mal im Sommer unter dem T-Shirt was farbiges hervor blitzen sehn. Aber kaum jemand stellt sich die Fragen:
- Wie entstehen Tattoos?
- Was bedeuten sie für den Träger?
- Was muss man alles bedenken bevor man den Entschluss für ein Tattoo fasst?
- Etc...
Es gibt tausend Fragen und tausend Antworten und nie wird die Antwort gleich ausfallen, da es eine reine Ansichtssache ist. Hier auf dieser Seite werde ich versuchen euch ein paar Antworten zu geben und vielleicht kann ich sogar eure Einstellung zu Tattoos und anderen Körperschmuckarten verbessern und ändern.
Die häufigste Frage ist sicher: „Tut das weh?“ oder doch eher „Welches Motiv und an welcher Stelle möchte ich es haben?“, für jeden ist es mit Sicherheit eine andere.
Man sollte sich im klaren darüber sein, das ein Tattoo nicht einfach wieder abzulegen ist, wie eine Halskette, und schon gar nicht sollte man es als eine Art Modeschmuck ansehen. Für mich ist ein Tattoo ein Teil von mir und meiner Persönlichkeit, dadurch drücke ich mein Lebensgefühl aus und zeige dieses auch nach außen .
Es sollte zu dir und deinem Charakter passen und dein innerstes Wiederspiegeln. Viele Menschen sehen ihren Körper auch als eine Leinwand an und verewigen ihre Erinnerungen und Erlebnisse auf dieser. Wenn man sich und seinen Körper gut kennt und sich akzeptiert so wie man ist, wird sich schnell raus kristallisieren welches Motiv und welche Körperstelle die richtige für einen ist.
Natürlich kommt auch die Frage nach der Tattoogröße auf. Meine Meinung dazu ist, es gibt keine ideale Größe den jedes Motiv wirkt bei jeder Person und jeder Körperform/ Körpergröße anders. Die Größe des Tattoos sollte zu euch und der Körperform bzw. der Körperstelle passen und nicht nur als kleiner schwarzer Fleck, bei etwas Entfernung, auf der Haut sichtbar sein. Natürlich müsst ihr euch mit dem Motiv und der passenden Größe wohl fühlen, also lasst euch bitte nichts einreden, denn ihr müsst damit Leben. Es sollte ganz allein eure Entscheidung sein!
Da es so viele verschiedene Motive gibt, wurden diese in verschiedene Stilrichtungen unterteilt um einen besseren Überblick zu bekommen. Jeder Tattoowierer und jedes Studio hat eine andere Unterteilung und eine andere Lieblingsrichtung. Hier möchte ich euch die geläufigsten Stile vorstellen und auf diese etwas näher eingehen!
Black and White
Diese Stilrichtung zeichnet sich dadurch aus, das sie meist nur mit schwarzer Tinte gestochen wird. Natürlich gibt es mittlerweile auch verschiedene Farbabstufungen im Graubereich, somit wird das arbeiten erleichtert und die Schattierungen des Motives noch besser umgesetzt.
Wenn der Tattoowierer nur mit schwarzer Tinte arbeitet, braucht er ein geschicktes Händchen und viel Erfahrung um die gewünschten Schattierungen gut umzusetzen.
Biomechanic
Diese Stilrichtung hat sich erst so richtig herauskristallisiert, mit der Erschaffung der „Aliens“, durch den Schweizer H.R. Giger. Ein gutes und oft genanntes Beispiel ist der Film „ Alien“, darin erkennt man gut das Zusammenspiel von Maschine und Mensch. Bei diesem Stil werden mechanische Teile wie Rohre, Schläuche, Schrauben und Kabel in Kombination mit der menschlichen Anatomie verwendet. Man kann seine Kreativität und Fantasie gut in diesen Hautbildern umsetzen und deshalb erfreut sich dieser Stil immer mehr Anhängern.
Japan / China
Der Japan und China-Stil ist momentan ziemlich gefragt und die Faszination dieser Hautbilder wird so schnell nicht enden. Er zeichnet sich durch traditionsbewusste und farbenfrohe Motive aus. Durch Mythen, asiatischen Tradition und Glaubensrichtungen werden immer mehr Personen zu dieser Tattoorichtung motiviert. Diese werden großflächig angelegt oder sogar als Bodysuits ( Ganzkörpertattoowierung ) gezeigt. Die beliebtesten Motive sind: Lotusblüten, Drachen, Tiger, Koi-Karpfen, Kirschblüten und natürlich die bekannten Chinesischen Zeichen.
Fantasie
Bei allen Tattoofreunden liegen ebenso die Fantasietattoos hoch im Kurs. Das Spektrum der Fantasietattoos ist gross, sie zeichnen sich durch Fabelwesen, Magier, Elfen, Kobolde und Hexen aus.
Die beliebtesten Motive sind wohl gerade auf die „ Herr der Ringe“- Reihe zurück zuführen.
Religion
Die Religiösen Motive sind wie zu erwarten, Kreuze, Rosenkränze und sogar Portaits von heiligen Personen. Sie sollen der Außenwelt symbolisieren welchen Glauben und welche Einstellung jede einzelne Person hat.
Funtattoos / Comic
Dieser Tattoostil ist sehr weit verbreitet und erfreut sich großer Beliebtheit. Er wird oft in Form von Comic und skurillen Tattoos umgesetzt, wie zB. Sponge Bob Schwammkopf und Die Winnie Puh Figuren, oder die skurillen freakigen Hautbilder in Form von Skullflower, Getränkeflaschen und sogar Gebrauchsgegenstände (Küchengegenständen ). Es ist nur die Frage gefällt mir dieses Tattoo in 20 Jahren noch und ist die Comicfigur auch dann noch mein Held???
Tiere / Pflanzen
Es ist ein sehr Anspruchsvoller Stil, den in der Tier und Pflanzenwelt kommt es auf die Genauigkeit und Realistik an, jedes Detail muss sauber heraus gearbeitet werden um ein schönes Tattoobild abzugeben. Die Motive reichen von Hunden, Löwenköpfen über Rosen zu ganzen Blumenranken.
Realistik / Portraits
Der Anspruchsvollste Tattoostil überhaupt ist Portrait und Realistik, jeder Tattoowierer muss ein großes Maß an Talent für diesen Stil haben.
Das Foto oder die gewünschte Vorlage genauso auf die Haut zu übertragen, das es real / echt aussieht und jeder Gesichtszug zuerkennen ist, ist eine große Leistung. Da dieser Stil so schwierig ist, lehnen ihn auch viele Tattoowierer ab. Wenn ihr ein Portrait möchtet sucht euch euren Tattoowierer sehr genau aus!
Tribal / Celtic
Das Tribaltattoo gehört wohl zu den bekanntesten Tattoomotiven überhaupt. Die Merkmale sind verschlungene Formen, scherenschnittartige Ornamente in schwarz und grautönen. Die Steißbeintribals der Frauen ist das beliebteste Tribal der heutigen Zeit auch wenn es als „ Arschgeweih“ verpöhnt ist!!
Horror
Diese Tattoos wirken sehr abschreckend und stehen oft als Zeichen der Abwehr von der Gesellschaft, Sie sollen uns das fürchten lehren, was nicht heißt das jeder der diese Hautbilder trägt gleich selber böse oder kriminell ist, eher setzen sich diese Personen mit der negativen Umwelt auseinander. Totenköpfe, Fratzen und Teufel zeichnen diesen Stil und die bekannteste Tattoowierer ist sicherlich Paul Booth ( USA) und Bob Tyrrell ( Detroit / USA).
New / - Oldschool
So wird der Traditionelle Tattoostil heute genannt, er ist vorwiegend mit alten Seefahrer Tattoos gezeichnet, die da Anker, Schiffe, Pin ups, Kanonen etc. sind. Aber genauso zählen Herzen, Schwerter, Kreuze, und die ganzen Rockabilly Motive ( Eightball, Würfel, Kirschen und Co.) dazu. Auf jeden fall ist dieser Stil sehr Vielfältig und wird nie langweilig.
So ich hoffe mit diesem kleinen Einblick in die verschiedenen Tattoostilrichtungen kann ich euch eure Entscheidung noch etwas erleichtern!
Verzichtet aber bitte auf zu kleine Motive / Tattoos,
da diese oft im Laufe der Jahre zu undetaliert und verschwommen aussehen können. Ein kleiner Tipp, werdet doch auch selbst kreativ, zeichnet eure Gedankengänge auf und lasst eure Fantasie spielen. Jeder gute Tattoowierer wird aus euren , vielleicht nicht so tollen Zeichnungen, etwas schönes umsetzen können. Eine Tattoowierung ist Individualität und sollte auf jeden persönlich zugeschnitten sein.
Also redet mit dem Tattoowierer und seit froh bald ein Einzelstück tragen zu dürfen!!!
Nun da die erste Hürde genommen ist, solltet ihr euch mit der Frage auseinandersetzen, welches Studio das richtige ist.
Und leider ist diese Entscheidung gar nicht so einfach, da man sich meist beim ersten Tattoo noch nicht so gut auskennt was Studios und dazugehörigen Arbeiten angeht, gehen viele einfach in das erst beste Studio und lassen sich das gewünschte Motiv unter die Haut bringen. Wenn man Glück hat, ist der Tattoowierer ein Könner seines Faches und alles wird super aussehen, aber die meisten geraten doch an Stümper und haben dann ein Hautbild was nicht annähernd zufriedenstellend ist.
Also heißt es für euch, macht die Augen auf bei der Studio suche. Am besten ihr geht persönlich bei dem Studio vorbei und informiert euch. Achtet bitte sehr auf die Hygiene des Ladens und auf die des Tattoowierers.
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Da man bei diesem Beruf sehr mit Körperflüssigkeiten in Berührung kommt ist die Hygiene unerlässlich, den keiner von uns möchte sich auf diesem Weg mit einer Krankheit infizieren. Die seriösen Studios findet man auch in dem deutschen Tattooverband und diese werden natürlich von der Gesundheitsbehörde gründlich überwacht, somit braucht man dort keine Angst vor Ansteckung haben.
Des weiterem Informiert euch vor Ort ausgiebig über die Arbeiten des Tattoowierers, lasst euch nicht nur Flashsets (Tattoosammlungen von anderen Künstlern) zeigen sondern auch selbst gezeichnete Werke oder auch Fotos von fertigen Arbeiten. Wenn er nichts eigenes vorweisen kann, sagt das schon viel über sein können aus und ihr solltet schnell reiß
aus nehmen. Natürlich könnt ihr euch in verschieden Magazinen informieren (Tatoowier Magazin, Tattoo Style), dort werden Arbeiten von den verschiedensten Tattoowierern vorgestellt und ihr bekommt einen guten Eindruck des Studios. Denn kein schlechtes und unseriöses Studio wird in diesen Magazinen vorgestellt!
In eurem auserwählten Studio solltet ihr euch wohlfühlen und eine Art Vertrauensverhälniss zu dem Tattoowierer haben. Wenn dies nicht ist, ihr euch unverstanden fühlt und noch dazu unhygienische Verhältnisse kommen, solltet ihr euch diesem Studio nicht anvertrauen. Denn dort werdet ihr mit Sicherheit keine Freude haben!
So nun habt ihr eurer Traummotiv und Wunschstudio gefunden, welche Frage stellt ihr euch jetzt? Ich weiß es und zwar die Frage des Geldes, „Was kostet es?“ oder „ Wie teuer ist das Tattoo in dieser Größe?“.
Natürlich ist der Preis nicht ganz unwichtig aber er sollte bei eurer Entscheidung nicht im Vordergrund stehen. In keinem Studio werdet ihr jemals eine Tattoopreisliste finden, den einen festgelegten Preis für ein Tattoo gibt es nicht. Kein Tattoo hat den gleichen Aufwand und deshalb kann man keinen Preis festlegen, es gibt vielleicht max. einen Richtwert in Form eines Grundpreises. Aber ihr solltet nie einen festgelegten Preis im Kopf haben, denn das Tattoo ist für euer ganzes Leben lang und sollte daher auch lange schön und gesund aussehen, was sich nicht in einer Preishöhe aussagen lässt. Eine gute Arbeit ist nun mal auch seinen Preis wert! Man muss auch bedenken das für das Studio Ladenmiete, Steuern und natürlich Materialien gezahlt werden muss. Was vielleicht dazu führt dass das Tattoo etwas teuere ausfällt, es aber nicht heißen soll, der Tattoowierer legt seine Kosten auf euch um. Aber da die meisten Hautbilder speziell für den einzelnen Kunden entworfen werden und das Zeichnen und anpassen sehr viel Zeit und Mühe in Anspruch nimmt, finde ich den angegeben Preis auch in Ordnung.
Für eine gute hochqualitative Arbeit, die speziell auf mich zugeschnitten ist, bin ich auch bereit etwas mehr Geld zuzahlen! Lasst euch aber bitte nicht übers Ohr hauen!!!!!
Wer außerdem glaubt auf einer Tattooconvention / Messe ein billiges Tattoo zu bekommen, kann es gleich vergessen. Denn jeder Händler und Künstler muss auf einer Tattoomesse verschiedene Kosten abdecken, wie z.B. Hotel, Standmiete und Anfahrtsweg. Der Preis wird sich im Gegensatz zum Studio nix nehmen! Für Anregungen ist natürlich so eine Tattooconvention sehr zu empfehlen!!!!!!
Was passiert eigentlich in einen Tattoostudio und wie sollte der Ablauf bei dem Tattoowiervorgang sein? Solche Fragen habt ihr euch bestimmt weniger gestellt aber ich finde sie genauso wichtig, wie die Frage nach dem Motiv oder dem Preis!
Als erstes solltet ihr wissen was Tattoowieren bzw. Tattoo bedeutet. Vereinfacht gesagt ist es das Einbringen von Farbpigmenten unter die Haut, welches mit Hilfe einer Tattoonadel und der dazugehörigen Tattoomaschine durchgeführt wird. Durch die Konstante auf und ab Bewegung der Nadel innerhalb der Tattoomaschine werden die Farbpigmente unter die Haut gebracht.
- Als erstes wird die Hautstelle, wo tattoowiert werden soll, gründlich desinfiziert und dann mit einem Einwegrasierer rasiert.
- Danach wird das gewünschte Motiv mit Hilfe einer Schablone oder natürlich Freihand auf die Haut gebracht.
- Wenn dies geschehen ist und das Motiv die vorgestellte Größe und Form hat, wird begonnen die Umrisse ( Outlines) mit einer Linernadel zu stechen. Dazu sollte ersichtlich für euch sein, das Nadel aus einer Sterilen Verpackung entnommen wurde.
- Auf dem Arbeitsplatz des Tattoowierers steht außerdem Steriles Wasser (zum säubern der Nadel), Vaseline, und natürlich die kleinen Näpfe mit der gewünschten Farbe darin.
- Nachdem die Outlines gestochen wurden, geht es an die Schattierungen, die mit einem Nadelwechsel verbunden sind. Diese Nadeln sind meist größer und treten in Form eines Bündels auf, d.h. es gibt nicht nur eine sondern mehrere Nadeln (oft verwendet 7-9 er Nadelbündel).
- Nun ist das Tattoo fertig, natürlich ist die Hautstelle etwas gereizt, gerötet und kann sogar leicht bluten, aber trotzdem muss das fertige Tattoo nochmals desinfiziert werden, was unter diesen umständen sehr schmerzlich sein kann. Ja genau das Tattoo ist jetzt eine Wunde und daher auch sehr empfindlich und braucht sehr viel Pflege.
- Zum Schluss wird das Tattoo noch mit Vaseline gut eingefettet und mit Folie abgedeckt. Das tut man damit, die Wundflüssigkeit nicht verkrustet und das Tattoo schön geschmeidig bleibt und nicht austrocknet und dann vielleicht reißt.
Euer Tattoowierer wird euch natürlich auch noch Nachsorge Tipps für zu Hause geben aber falls ihr es nicht mehr genau wisst, hier noch mal meine Empfehlung!
Euer frisch gestochenes, noch sehr empfindliches Tattoo braucht viel pflege, damit ihr lange Freude daran habt.
- Der Tattoowierer hat das Tattoo mit einer Folie abgedeckt, diese entfernt ihr nach 12 Stunden und wascht das frische Tattoo vorsichtig mit lauwarmen Wasser und parfümfreier Seife ab. Auf keine Fall dürft ihr dazu einen Waschlappen verwenden, dieser ist zu rau. Danach tupft ihr das Tattoo nur mit etwas Küchenrolle trocken.
- Diesen Vorgang wiederholt ihr an dem selben Tag noch 2- 3 mal um das bilden von Schorf zu verhindern, welcher durch das austretende Wundwasser entsteht. Danach immer wieder gut mit Folie abdecken um zu vermeiden das Dreck in die Wunde kommt.
- Am darauf folgenden Tag solltet ihr das erste mal euer Tattoo mit einer hauchdünnen Schicht Wund- und Heilsalbe ( Bepanthen) eincremen. Das ganze auch 2-3 mal täglich wiederholen. Auch danach das Tattoo mit Folie abdecken.
In dieser Zeit bildet sich ein Schorf, dieser schält sich wie bei einem Sonnenbrand herunter.
- Vermeidet das Kratzen und Herumpulen, da sonst die Farbpartikel wieder aus dem Tattoo fallen und somit weiße und blase Flecken entstehen.
- Bei Juckreiz (was immer bedeutet das Tattoo heilt ab) lieber leicht gegen das Tattoo schlagen oder nochmals eincremen, statt kratzen.
Wenn ihr das alles beachtet, werdet ihr nach 4-5 Wochen euer Tattoo in voller Pracht bestaunen können und auch noch nach Jahren freude daran haben!Â
Jetzt noch ein paar allgemeine Tipps und Hinweise zum Thema Tattoo!
Unsere Haut besteht vereinfacht aus 2 großen Hautschichten, der Oberhaut und der Lederhaut. Die Oberhaut ist ca.1,5 mm dick und unter ihr liegt die Basalschicht. In ihr findet die Zellteilung und Neubildung der Haut statt, d. h. der Tattoowierer muss die Farbpigmente unter diese Schicht in die nächste große Hautschicht ( Lederhaut) bringen um so das langsame verschwinden des Tattoos zuvermeiden.
Da die Farbpartikel der Tattoofarbe zu groß sind um von dem Körper abgebaut zu werden, bleibt das Hautbild noch nach Jahren unter der Haut sichtbar.
Dadurch kann man sich auch vorstellen das dass entfernen von einer Tattoowierung nicht ganz einfach ist. Dies geht nur noch durch Fremdeinwirkung in Form einer Laserbehandlung.
Durch die Laserbehandlung können jetzt auch neben schwarzen und blauen Tattoos, rote- gelbe- grüne- und
orangefarbene entfernt werden. Hierzu werden die Farbpigmente in kleinste Teile zerspalten, diese wiederum können dann von dem Körper abgebaut werden.
Im Laufe der Zeit verschwindet die Tattoowierung dann vollständig und eine Narbenbildung ist ausgeschlossen.
Je nachdem wie Groß und welche Qualität das Tattoo hat, reicht eine einmalige Behandlung nicht aus.
Informiert euch am besten in anerkannten Laserzentren über die Art und Weise und natürlich den Preis.
Auch wenn ich hoffe das ihr zu so einem Schritt niemals kommen werdet, da ihr euch ja ernsthaft vorher über eure Tattoopläne informiert habt und das enstandene Hautbild niemals bereuen werdet!!
Man sagt auch oft, „Für das erste Tattoo überlegt man fünf Jahre, für das zweite nur fünf Minuten!“
Wohl Wahr!!!!!!
So jetzt seit ihr am Ende dieser Seite angelangt. Ich hoffe Ihr hattet Freude daran, euch hier zu informieren und nehmt einige wichtige Dinge mit für den ersten bzw. nächsten Gang zu dem Tattoostudio. Dabei wünsch ich euch natürlich viel Spass und ein gelungenes Tattoo!!!
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